Back to the roots.

Back to the roots. Oder: Schnurgerade ist nicht mein Weg.

Heute hatte ich ein Erlebnis – eigentlich mehrere –, die mich innerlich wachgerüttelt haben. Ich war unruhig, spürte, dass eine Entscheidung fällig ist. Eine Entscheidung für mich. Und plötzlich war sie da: Klarheit.

So ein „Ich hab’s geahnt, und jetzt ist es dran“-Moment.

Kennst du das? Wenn ein Thema im Raum steht wie ein unausgepackter IKEA‑Karton – und alle hoffen, der Pax-Schrank baut sich von selbst zusammen.

Eigentlich lief alles irgendwie. Ich habe meinen Reha‑Papierkram erledigt, zwischendurch wieder ein paar Steine von der Krankenkasse eingesammelt (Hörgeräte‑Zuzahlung abgelehnt, yay), ein Schreiben von der Familienkasse beantwortet – zum dritten Mal –, Steuern und Finanzen sortiert und nebenbei mein Programm für die Selbstständigkeit weiter aufgebaut und für die Ausbildung gelernt. Zuhause habe ich klare Regeln eingeführt, meine Meinung gesagt und sie auch vertreten.

Und trotzdem: Ich war auf dem Holzweg. Und ich spürte es eigentlich schon länger.

Heute Morgen hatte ich den Impuls, in die aktuellen Human‑Design‑Transite zu schauen. Und da waren sie – wie eine LEUCHTREKLAME:

· Instinkt. · Emotionale Wahrnehmung. · Beziehungsarbeit.

Kurz gesagt: Mein Körper so: „Hallo?“, meine Gefühle so: „JETZT!“, und das Leben so: „Setz dich, wir müssen reden.“

Diese Transite machen nichts dramatischer – sie machen es echter. Und ja, ich liebe Human Design. (Sidefact: Kaum hatte ich etwas dazu auf Instagram gepostet, kamen direkt private Nachrichten. Die Themen sind gerade überall spürbar.)

Mein inneres Rumoren lag also nicht nur an mir. Es ist kollektiv. Danke, liebes Universum.

Dann wollte ich – wie jeden Tag – mein Handyhintergrundbild ändern. Normalerweise mache ich das mit der tagesaktuellen Affirmation. Und mein Handy so: „NO. Kontingent aufgebraucht.“

Bitte was? Seit wann gibt es ein Hintergrundbild‑Kontingent?

Beim Löschen diverser Hintergrundbilder stolperte ich über ein Bild, das ich vor ein paar Wochen eingestellt hatte:

„Heute überrasche ich mich positiv!“

Sofort kam ein warmes Gefühl hoch. Ich weiß nicht mehr, womit ich mich damals überrascht habe – aber mein Körper fühlte es noch. Also habe ich es wieder eingestellt.

Und zack: Da ging’s los.

Ich schrieb in den Notizen meines Handys (wie sind wir eigentlich ohne Handy klargekommen?) alles von der Seele. Nicht perfekt, sondern echt und vor allem für mich "sortierend". Und dann habe ich es ausgesprochen – in einem Gespräch, das längst fällig war. Ich wollte eigentlich erst die Reha abwarten. Aber heute war kein „Irgendwann“-Tag. Heute war ein „Jetzt“-Tag.

Und das hat so viel in Bewegung gesetzt. (Details behalte ich gerade noch für mich – es ist zu frisch.)

Nur so viel: Die Resonanz war verständnisvoll. Ich bin offene Türen eingerannt. Das Gespräch war ehrlich, intim und überraschend weich. Wow.

Später bin ich durch den Wald spaziert – mein liebster Ort, um als Projektorin runterzukommen. Natur ist für mich wie ein Reset‑Knopf. Mein Innenleben ist als emotionaler Projektor eher Wellenbad als Stillwasser. Wenn das Human‑Design‑Chart emotional definiert ist, kannst du dir das vorstellen wie einen Teich: nie komplett klar, immer in Bewegung. Ein Stein, ein Fisch, eine Ente – also kleine „Störungen“ von außen – und schon entstehen Wellen. Nach einer Zeit glättet sich alles wieder, sodass du den Grund sehen kannst. Ganz klar wird es nie – Emotionen schwingen immer mit –, aber den Grund zu sehen ist schon erfüllend, schön und klar genug. Und genau dafür brauche ich Natur.

Während ich dort unterwegs war, erhielt ich einen Anruf: Ich würde Geld bekommen. Whoowhoo! Ich sag’s, wie es ist: Resonanz. Man zieht immer an, was auf derselben Frequenz schwingt. Positives, Negatives, Neutrales. Punkt. Ausrufezeichen!

Und ja – ich schreibe täglich meine Ich‑bin‑Sätze („Ich bin ein Geldmagnet“ usw.). Und heute – an dem Tag, an dem ich Klarheit hatte, zum dritten Mal diese Woche spazieren war und innerlich aufgeräumt habe – fließt es.

Ich bin überzeugt, dass das zusammenhängt. Ich komme wieder bei mir an. Ich freue mich plötzlich sogar auf die Reha, gegen die ich mich vorher so gewehrt habe. Ich habe Resilienz bewiesen (ein Wort, das mir neulich jemand über mich gesagt hat – und das so gut tat) und nicht prokrastiniert, obwohl genug Steine im Weg lagen.

Während all dem wurde mir klar: Ich kenne dieses Gefühl. Wenn ich in meiner Mitte bin, läuft es wie am Schnürchen. Dafür muss ich nicht perfekt sein. Nur ehrlich. Und bereit, die Komfortzone zu verlassen, Dinge anzusprechen, zu regeln, ins Tun zu kommen.

Aristoteles hat es perfekt gesagt: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“

Das habe ich heute getan – und direkt die Wirkung gespürt.

Ich freue mich so sehr, das Steuerrad wieder in die Hand genommen zu haben. Ohne Druck, ohne Groll, ohne Drama. Einfach zum Wohle aller – und vor allem: zu meinem eigenen.

Und wieder einmal zeigt sich: Wenn du Affirmationen so nutzt, dass du sie fühlst, kommst du ins Handeln. Und dann bewegt sich wirklich etwas.

Das ist Selbstführung. Selbstkontakt. Selbstwirksamkeit. Selbstliebe.

Dafür bin ich dankbar.

Fazit: Kehre zu dir zurück. Sei authentisch und mitfühlend mit dir. Sei radikal ehrlich. Dann öffnen sich Türen, von denen du nicht wusstest, dass sie existieren. Es klingt einfacher, als es ist – aber es lohnt sich.

Stay wonderful!
Deine Anne

PS: Mein Inkarnationskreuz im Human Design heißt „Rechtwinkliges Kreuz des Unerwarteten 3“. Kurz gesagt: Ich bin nicht hier, um ein planbares Leben zu leben. Ich bin hier, um zu spüren, wofür sich mein Einsatz lohnt – und das Unerwartete nicht als Störung zu sehen, sondern als Teil meines Weges. Ziemlich passend.