Wenn Freiheit dein höchster Wert ist — fühlt sich Abhängigkeit wie Bedrohung an

Wie ein Coaching mir gezeigt hat, dass hinter meinem Chaos eigentlich Angst steckt


Ich hatte heute ein Coaching. Also ich als Klientin.

Ich war vorher durcheinander. Verwirrt. Innerlich unruhig. Und dann kam – durch die gezielten Fragen von Miriam – Klarheit.

Wie das kam?

Wir sind meine Werte durchgegangen. Und plötzlich lag sie da, schwarz auf weiß: meine Werthierarchie für meine nächste Lebensphase.

  1. Freiheit – Ich gestalte mein Leben nach meinem inneren Kompass, nicht nach äußeren Erwartungen.

  2. Selbstbestimmung – Ich entscheide bewusst, was ich tue, wie ich lebe und wohin ich gehe.

  3. Echtheit – Ich bleibe mir selbst treu und spiele keine Rollen.

  4. Tiefe – Ich wähle echte Gespräche, echte Verbindungen und echte Erfahrungen.

  5. Verbindung & Liebe – Meine Beziehungen sind Räume von Vertrauen, Nähe und gegenseitigem Wachstum.

  6. Wachstum – Ich entwickle mich stetig weiter und bin offen für neue Erkenntnisse.

  7. Sinn – Ich investiere meine Energie nur in Dinge, die Bedeutung für mich haben.

  8. Selbsttreue – Ich bleibe dran an dem, was mir wichtig ist — auch ohne äußeren Druck.

  9. Lebendigkeit – Ich erlaube mir Freude, Humor, Leichtigkeit und Abenteuer.

  10. Verantwortung – Ich übernehme Verantwortung für mein Leben, meine Entscheidungen und meine Entwicklung.

Und dann hat Miriam es in Worte gefasst. Einen Satz. Eine Wahrheit. Ein Treffer: Ich habe Angst.

Angst, meine Freiheit zu verlieren.
Angst, meine Unabhängigkeit zu verlieren.
Angst, sinnfreie Dinge tun zu müssen.
Angst, in eine Schublade gesteckt zu werden.

Und woher kommt diese Angst?

Aus meiner Geschichte.
Aus meinem Burnout.
Aus der Zeit, in der ich in Abhängigkeit von Ämtern geraten bin.
Aus dem Gefühl, Bittstellerin zu sein.

Jetzt steht die medizinische Reha an. Danach wahrscheinlich ein Programm zur Teilhabe am Arbeitsleben. Und allein der Gedanke daran engt mich ein. Nicht, weil Hilfe etwas Schlechtes ist. Sondern weil mein System sofort Alarm schlägt: Unfreiheit.

Um das zu verhindern, schreibe ich seit Wochen an meinem Businessplan. Weil ich eine Förderung für meine Selbstständigkeit möchte. Weil ich meinen Weg gehen will.

Und gleichzeitig merke ich, was das mit mir macht.
Es presst mich in eine Situation, die ich hasse.
Gefühlte Abhängigkeit.
Gefühlte Unfreiheit.
Und die Angst, am Ende in einer Tätigkeit zu landen, die für mich keinen Sinn ergibt.

Ich will nicht zurück in ein Angestelltenverhältnis im Büro.
Mein Purpose steht längst fest:
Ich bin frei, selbstbestimmt und vertraue mir und meinem Körper.

Tja. Mein Körper hat geschrien. Gestrampelt. Signale gesendet.
Ich dachte erst, es liegt an Terminen. An privaten Themen. An äußeren Umständen. An allem Möglichen.

Aber dass der wahre Trigger dieses Gefühl ist, vom System abhängig zu sein — das saß ganz still im Hinterstübchen.

Und was habe ich gemacht?
Meine alten Muster aktiviert.
Seit Sonntag gegessen, was das Zeug hält.
Gestern der Höhepunkt.

Und heute — zum Glück — die Session mit Miriam.

Sie hat mir die Augen geöffnet.
Und vor allem hat sie Druck rausgenommen.

Deshalb liebe ich Coaching.
Weil gute Fragen dich zu deinem eigenen Kern führen.
Weil du dir plötzlich selbst begegnest.
Weil diese Aha-Momente alles verändern können.

Genau das ist es, was ich liebe.
Diese Momente.
Wenn Klarheit entsteht.
Wenn Wahrheit spürbar wird.

Egal ob ich sie selbst im Coaching erfahre oder als Coach weitergeben darf.

Und an dieser Stelle:
Danke, liebe Miriam. 🤍

Stay wonderful!

Deine Anne