Vom Chamäleon zur Katze


Vom Chamäleon zur Katze
Heute Morgen sah ich meinen Kater an und musste an meine erste Gruppentherapiestunde zurückdenken. Meine Therapeutin hat zu Beginn der Gruppentherapie gefragt, als welches Tier wir uns definieren. Wir sollten uns dafür eines der Schleich-Tierchen aussuchen, die sich in der Mitte von uns Klienten befanden.
Ich nahm das Chamäleon: Ein Chamäleon passt sich der Umgebung an, ist wandelbar und quasi unsichtbar. Es will nicht anecken oder auffallen und nimmt sich somit sehr zurück. Das war mein Gefühl dazu.
Dann sollten wir uns ein Tier aussuchen, zu dem wir uns gerne entwickeln möchten. Ich entschied mich für eine Katze und erklärte es so: Eine Katze kümmert sich um sich selbst. Sie ruht sich aus, wenn ihr danach ist, sie hat ihren eigenen Kopf, sie kommt, wenn sie Nähe möchte, sie geht, wenn sie Distanz bzw. Rückzug braucht. Eine Katze ist in gesundem Maß eitel und stolz und sie betreibt regelmäßig Selfcare. Sie ist freiheitsliebend und grenzt sich ab, obwohl sie auch gerne in (menschlicher) Gesellschaft ist. Eine Katze gibt klare Signale, fährt zur Not die Krallen aus und steht zu sich selbst.
Das ist nun gut anderthalb Jahre her. Und heute Morgen schaue ich meinen Kater Mikosch an und stelle fest: Ich bin kein Chamäleon mehr! Das fühlt sich gerade so unglaublich gut an! Ich bin auf dem besten Weg, eine freie Katze zu sein. Ich lerne immer mehr, mich (liebevoll) für meine Bedürfnisse einzusetzen, gönne mir Ruhe, bin offen für respektvolle Nähe und gehe meinen Weg.
Jetzt sitze ich hier und grinse vor mich hin. Ich kann nur DANKE sagen – an alle, die mich auf meinem Weg begleitet haben und noch begleiten, an das Universum und last but not least auch an MICH! Der Weg ist nicht einfach (wer verlässt schon gerne die Komfortzone – oder auch das „gemütliche Elend“, wie Julia Sahm immer so schön sagt), aber er ist so sehr lohnenswert!
Stay wonderful!
Deine Anne
Life compas[sion]®
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Wichtiger Hinweis
Mein Angebot richtet sich ausschließlich an psychisch gesunde Menschen. Ich bin Coach – kein Arzt und keine Therapeutin. Meine Arbeit ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung.
Wenn du unsicher bist, ob Coaching für dich geeignet ist, wende dich bitte an deinen (Haus)arzt oder eine therapeutische Fachperson. Dort bekommst du eine fundierte Einschätzung und gegebenenfalls die passende Unterstützung.
Kostenlose Hilfe und Beratung findest du auch unter: www.116117.de
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