Nach der Pause

Winterpause

Ich hatte Angst, nach dieser Winterpause wieder komplett in alte Muster zurückzufallen.

Diese Angst, etwas, für das ich eigentlich wirklich brenne, plötzlich wieder nicht weiterzuführen – einfach, weil ich mich kenne.

2025 begann meine Ausbildung zur psychologischen Beraterin.

Natürlich nach einer Sinnkrise.

Ich glaube, bei mir entstehen die wichtigsten Entscheidungen genau dort, wo innen alles einmal zusammenfällt.

Und dann habe ich mir wieder viel zu viel vorgenommen – typisch ich.

(Ganz oder gar nicht. Gehen oder bleiben 🎶)

Dreimal die Woche joggen.

Line Dance anfangen.

Meine Ausbildung.

Von morgens bis abends Fokus.

Dazu noch das Investment in Immobilien auf Lombok.

Alles gleichzeitig.

Alles mit voller Energie.

Alles auf Hochtouren.

Und ja, es fühlte sich erstmal gut an.

Ich war im Tun, im Wollen, im Aufbruch.

Aber dann kam Weihnachten.

Pause.

Und wie so oft bei mir: Alles auf Null.

Ich wurde krank und war ein paar Tage komplett raus.

Zu viel Schlaf.

Alkohol.

Fressgelage.

Und dann diese bekannte Panik, die sich langsam in mir ausbreitete:

Jetzt ist es wieder passiert. Jetzt breche ich wieder alles ab.

Ich habe sogar den ersten Live-Termin meiner Ausbildung geschwänzt.

Muddi hatte Geburtstag, ich wollte vorher helfen und hatte noch andere Termine am Morgen – eine gute Ausrede.

Aber innerlich wusste ich, dass es eigentlich die Angst war.

Am nächsten Morgen war klar:

Jetzt MUSS ich wieder loslegen.

Nicht perfekt.

Nicht mit riesigem Plan.

Aber wenigstens einen Schritt.

Und dann saß ich im Büro.

Und plötzlich war ich wieder da.

Nicht im Stress.

Nicht im Müssen.

Sondern im Flow.

Ich war aufgeregt wie bei einem ersten Date.

So viele Ideen kamen gleichzeitig, dass ich gar nicht wusste, womit ich anfangen soll.

Und in mir war dieses leise, klare Gefühl:

Ja. Genau das.

Wow.

Dieses Gefühl kannte ich so von mir nicht.

So ruhig.

So stimmig.

So echt.

Ich bin wirklich auf meinem Weg.

Und das fühlt sich neu an.

Ich darf anfangen, mir selbst zu vertrauen – und allein dieser Gedanke macht mich unglaublich dankbar.

An diesem Morgen hatte ich auch noch einen Call mit einer Kommilitonin.

Und auch das hat es mir nochmal bestätigt, wie richtig sich das gerade anfühlt.

Wenn du also jemand bist, der immer wieder abbricht.

Der Trial and Error lebt.

Der vieles ausprobiert und sich manchmal dafür verurteilt.

Dann möchte ich dir das sagen:

Vielleicht bist du einfach noch dabei, deine Berufung zu finden.

Und das sagt nichts über deinen Wert.

Im Gegenteil – es braucht Mut, Dinge loszulassen, die einfach nicht passen.

Stay wonderful.

Deine Anne

Life compas[sion]®