Manifestation: Kopf vs Bauch


Manifestation – raus aus dem Kopf und rein ins Gefühl

Das Wort Manifestation hört man mittlerweile so oft, dass es für einige sicher schon ein Trigger ist – und für andere wiederum eine vertraute und praktizierte Methode (gern genanntes Beispiel: stets ein freier Parkplatz).

Klingt erstmal easy. Man kann sich alle Wünsche durchs Manifestieren verwirklichen.

Dann gibt es dazu auch noch dutzende Methoden. Irre Sache, dieses Ding mit dem Manifestieren. Und es gibt nicht nur dutzende Methoden, sondern auch widersprüchliche:

⁃ den Wunsch aufschreiben und verbrennen und nicht mehr darüber nachdenken

⁃ das Wort „nicht“ oder „nie“ außen lassen

⁃ die Affirmation regelmäßig wiederholen

⁃ so formulieren, als wäre das Gewünschte bereits da

⁃ am besten nur bei Neumond/zunehmendem Mond manifestieren

Es geht hier jetzt nicht um richtig oder falsch, sondern darum, was diese Methoden in mir ausgelöst haben: Druck! Und auch ein bisschen das Gefühl, etwas falsch zu machen. War ja auch so, aber das lag nicht an den Methoden (ich denke immer: Das, was für einen klappt, klappt).

Ich habe auf jeden Fall seit einigen Jahren Berührungspunkte mit dem Thema. Gestartet bin ich mit dem Buch „Bestellungen beim Universum“ von Bärbel Mohr – das müsste so ca. 2009 gewesen sein, als ich darüber stolperte, und dann habe ich einige Wunsch-Bücher von Pierre Franckh verschlungen.

Ich schweife kurz noch weiter ab: Mein Partner und ich schmeißen gerade unsere Haushalte zusammen, und im Zuge dessen habe ich mein Arbeitszimmer ausgemistet (und radikal entsorgt – soooooo befreiend!! Lieben wir!).

Unter anderem fielen mir Hefte aus „Selbstfürsorge“-Workshops (lieben wir auch!) in die Hände und Notizbücher und Zettel – alles voll mit Affirmationen.

Beim Lesen meiner Wünsche fiel mir auf, dass es seit Jahren im Groben die gleichen Themen sind. Und irgendwie finde ich das schon fast diszipliniert bodenständig. Immer wieder aufschreiben und das Gefühl haben, es steht mir eh nicht zu. Hier ein paar meiner typischen Sätze:

⁃ Ich bin schön, sexy, schlank, intelligent und liebenswert.

⁃ Mir steht alles Gute zu.

⁃ Ich habe stets ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung.

⁃ Ich habe einen lukrativen Job, der mich erfüllt und meinen Werten entspricht.

Jaaa, und heute (an meinem 45. Geburtstag) ist mir so viel klar geworden!

Ich habe bewusst – also mit der ca. 10 % wahrnehmenden Ebene – manifestiert und es nicht entsprechend ans Unterbewusstsein (ca. 90 %) transportiert, weil – surprise, surprise – Gefühl und Manifestation gar nicht übereinstimmten.

Die liebe Julia Sahm von Shinecoaching hat es für mich sehr anschaulich beschrieben, was da bei uns bewusst und unbewusst so abgeht.

(Sidefact: Ihre Bücher und Coachings waren und sind für mich echte Gamechanger – und ich empfehle sie aus tiefstem Herzen weiter [unbezahlte Werbung, rein aus Überzeugung]).

Ich fasse hier einmal mit meinen Worten zusammen, was ich daraus als Quintessenz gezogen habe (Parallelen wirst du hier wohl schon feststellen, wenn du das Buch „Die Wunderwoche“ von Julia Sahm kennst oder jetzt inspiriert bist, dich damit zu beschenken und es dementsprechend bald liest).

Hier also das Zusammenspiel von Bewusst und Unterbewusst à la Anne:

Der Kopf / das Bewusstsein / der Auftraggeber bestellt beim Universum eine schlanke, sportliche Figur, dazu sein Wunschgewicht. Zudem, dass er seinen Körper nur noch mit hochwertigen, unverarbeiteten Lebensmitteln versorgt, seine Lieblingsklamotten wieder passen und dass er sich einfach rundherum wohl und leicht fühlt.

Wie das funktioniert, kann ihm egal sein, denn er schickt seinen Auftrag nicht nur ans Universum, sondern auch an sein Unterbewusstsein / sein inneres Arbeitsteam – mit etwa 90 % Kapazität bzw. Arbeitskraft – und gibt die Verantwortung entsprechend an diese Koryphäen ab und weiß, dass dort alles seinen Weg geht. Die einzelnen Teamworker des Unterbewusstseins wissen genau, was zu tun ist, um den Auftrag 1:1 zu erfüllen – und somit kann der Auftraggeber sich anderen Dingen zuwenden, weil er weiß, dass er sich auf die 90 % Unterbewusstsein-Power verlassen kann.

Und: Er lebt einfach im Hier und Jetzt – achtsam und bewusst den Moment wahrnehmend, statt der Vergangenheit nachzuhängen oder Angst vor der Zukunft zu haben.

Weil er aus dem Kopf raus und ins Vertrauen hineingegangen ist.

Kopfauftrag war das Visualisieren und Konkretisieren seines Vorhabens, und dieser Plan ist nun ans Unterbewusstsein gegangen, wo er exakt so umgesetzt wird. Und zwar IMMER! Jeder Glaubenssatz aus dem Bewussten wird unmittelbar ans Unterbewusstsein abgeschickt – also kommt dann einmal eine positive Affirmation, die bewusst losgeschickt wurde, und wird von negativen Gedanken direkt wieder überschüttet. Solche können sein:

„Ich hab immer Pech“, „Ich kann schlecht mit Geld umgehen“, „Ich bin hässlich“, „Ich bin wertlos“.

Und was passiert?

Das Unterbewusstsein nimmt diesen Input ernst und setzt ihn so um. Und was vehementer übermittelt wird, ist offensichtlich ein Eilauftrag.

Und nun???

Negative Glaubenssätze aufspüren, verstehen, decodieren, auf Reset gehen und neue Glaubenssätze erschaffen.

Klingt doch echt simpel. Ich habe allerdings einen achtwöchigen, tiefenpsychologischen Klinikaufenthalt gebraucht, um mir da so richtig auf die Schliche zu kommen. Aber das soll nichts heißen. Im Endeffekt kamen auch meine dort ausgegrabenen Glaubenssätze mir seeeeehr vertraut vor, und ich hätte es wohl auch ambulant herausgefunden. Mein Supertalent ist übrigens GEWESEN, mich einfach immer um andere zu kümmern oder mich abzulenken oder zu schlafen, statt durch die Angst und den Schmerz zu gehen. Und Gefühle und Angst vor Ablehnung haben mich gerne ins Außen gebracht, statt Innenschau zu betreiben. Und ja – das ist jetzt wieder ein ganz anderes Thema!

Heute, am 27.10.2025, hat es dann KLICK gemacht. Ich hab es tausendmal gelesen – eigentlich „weiß man das“: Man soll ins Gefühl gehen oder „so tun, als wäre es bereits Wirklichkeit“.

Und dieser Punkt hat in der Vergangenheit irgendwie Widerstand und Druck bei mir ausgelöst. Weil mein Verstand sagte: Das ist doch Humbug! Und dann zu viel mitgemischt hat, manipulieren, beschleunigen und herbeiziehen wollte. WEIL nämlich ja der heutige AHA-Moment bzgl. der Gefühle noch ausstand und das Vertrauen ins Große Ganze angeknackst war (Opferrolle! Opferrolle!).

Chaos entsteht!

Immer wieder kommen die alten Glaubenssätze zum Vorschein!

Das Unterbewusstsein ist irritiert, was denn nun der Auftrag ist, der Cortisolspiegel steigt an und wird direkt noch von leckeren Transfetten, Spaßgetränken, Zigaretten, Fastfood und sonstigem Schweinkram torpediert (man muss sich ja bei all dem Stress was gönnen!) – et voilà: Dem Bewusstsein wurde bewiesen, dass ihm das alles nicht zusteht. Weder schlank noch erfolgreich – und schon gar nicht gut genug zu sein, so disziplinlos, fett und hässlich, wie man ist.

Klassische Form von selbsterfüllender Prophezeiung.

Kommt dir das bekannt vor? Dann bin ich damit ja schon mal nicht allein.

Bei Selbstsabotage habe ich in der Vergangenheit laut HIER geschrien.

Kennst du es, wenn du jahrelang Dinge praktizierst, hinter denen du auch komplett stehst, es dann aber doch MAL WIEDER nicht durchgezogen hast? Dennoch findest du es großartig, propagierst sogar dafür – laut, leise, überzeugend – wie auch immer. Auf jeden Fall so, dass du dein Gegenüber, wenn es sich dafür interessiert und offen dafür ist, komplett einfängst mit deiner Euphorie und es dir auch selbst glaubst, was du bewirbst – weil du es einfach SPÜRST. Ich bin verbunden – mit mir selbst und auch mit meinem Gesprächspartner. So ein wunderbares Gefühl.

Back to the roots.

Was ist nun eigentlich mit meinem heutigen Wicki-Moment?

Das war der Moment, als ich heute etwas manifestiert und gefühlt habe: Das ist es, der Bauplan steht, so möchte ich das bestellen.

Und dann nahm ich ein warmes, ruhiges, wohliges Gefühl wahr. Quasi ein Wissen darum, dass alles (stets zum Wohle aller) seinen Weg geht und dass ich den perfekten Zeitpunkt gar nicht erzwingen muss, sondern einfach vertrauen darf.

Crazy, etwas so oft gelesen zu haben und nach ca. 16 Jahren erst zu fühlen, was genau gemeint ist.

Es entspannt mich und mein Nervensystem und tut einfach gut.

Ich werde ab jetzt die Manifestationen / den Bauplan erst weitergeben, wenn ich fühle, dass er fertig ist.

Yeah: Du hast bis hierher gelesen – das freut mich sehr.

Vielleicht hast du dich in einigen Zeilen wiedererkannt oder etwas entdeckt, das dich inspiriert.

Dann habe ich genau das erreicht, was ich mit meinem Erfahrungsbericht bezwecken wollte.

Stay wonderful!

Deine Anne

Life compas[sion]®